Aufgegangene Naht im Schritt fachgerecht wieder schließen

· 2 min read
Aufgegangene Naht im Schritt fachgerecht wieder schließen

Eine aufgegangene Naht im Schritt ist ein heikles Problem, das schnelles, aber überlegtes Handeln erfordert. Zunächst sollten Sie die Wunde vorsichtig mit klarem, lauwarmem Wasser spülen, um Schmutz und Bakterien zu entfernen. Desinfizieren Sie die Umgebung anschließend mit einem antiseptischen Spray oder einer Lösung, die Sie in der Hausapotheke haben. Wichtig ist, dass die Wundränder sauber und glatt aneinanderliegen, bevor Sie mit dem Schließen beginnen. Verwenden Sie hierfür steriles Nahtmaterial oder spezielle Wundverschlussstreifen, die es in der Apotheke gibt – gerne auch in Form von sogenannten Steri-Strips. Fassen Sie die Haut nicht mit den bloßen Fingern an, sondern nutzen Sie sterile Handschuhe oder zumindest eine saubere Pinzette. Achten Sie darauf, die Naht nicht zu fest zu ziehen, da sonst die Durchblutung leidet und die Heilung verzögert wird; ein leichter Zug, der die Ränder berührt, genügt völlig.


Um eine dauerhafte Stabilität zu erreichen, sollten Sie die Technik des Knotens beherrschen, denn nur so lassen sich die Nähte reparieren, ohne dass sie wieder aufspringen. Legen Sie die Fäden parallel zueinander und führen Sie sie in etwa fünf bis sieben Millimetern Abstand von der Wundkante durch die Haut. Ein chirurgischer Knoten, bei dem Sie den Faden zweimal um die Pinzette wickeln, bevor Sie ihn durchziehen, hält deutlich besser als ein einfacher Knoten. Nach jedem Stich müssen Sie kontrollieren, ob die Wundränder exakt auf gleicher Höhe sind, sonst entsteht eine störende Kante. Wenn Sie mehrere Einzelknöpfe setzen, arbeiten Sie von der Mitte nach außen, damit sich keine Spannung aufbaut. Für tiefere Wunden ist es ratsam, zweischichtig zu nähen: erst die Unterhaut mit einem resorbierbaren Faden, dann die Oberhaut. Dies ist zwar komplexer, aber die einzige Möglichkeit, die Nähte reparieren zu können, ohne dass später eine hässliche Narbe oder eine erneute Dehiszenz droht.

Nach dem Verschließen ist die Nachsorge entscheidend, um Entzündungen zu vermeiden. Decken Sie die Naht mit einem sterilen Pflaster oder einem lockeren Verband ab, der Feuchtigkeit aufnimmt, aber die Stelle nicht zuschnürt. Wechseln Sie den Verband täglich und reinigen Sie die Naht dabei erneut mit antiseptischer Lösung; beobachten Sie die Wunde auf Rötung, Schwellung oder eitrigen Belag, was auf eine Infektion hinweist. Vermeiden Sie in den ersten Tagen jede starke Reibung, etwa durch enge Hosen oder anstrengende Bewegungen, und lagern Sie das Bein im Sitzen möglichst so, dass der Schritt nicht unter Druck steht.  https://arztbedarf-fassbender.de/ , aber baden oder schwimmen Sie erst nach vollständiger Heilung. Sollten die Nähte trotzdem wieder aufplatzen oder Fieber auftreten, ist ein Arztbesuch unumgänglich. Bedenken Sie, dass Sie solche Eingriffe nur im Notfall selbst vornehmen sollten; im Alltag können Sie die Nähte reparieren, aber eine professionelle Wundversorgung ersetzt dies nicht. Planen Sie deshalb ein, die Naht nach etwa zehn Tagen von einem Fachmann kontrollieren zu lassen.